Auf und ab … auf und ab … auf und ab …
Donnerstag, Dezember 18th, 2008Im Sommer 2001 machten wir für eine Woche mit Freunden Urlaub auf Bornholm um danach Richtung Trollhättan und Umgebung unsere Ferien zu verbringen. Bei der Überfahrt von Bornholm nach Ystad herrschte satter Seegang. Manch einem Segler wurde schlecht. Die Räume hatten einen leicht säuerlichen Geruch und das Seewasser spritzte gegen die Fenster. Teilweise flog die Verkleidung der Lampen von der Decke. Ich hatte auch dieses leichte Bauch drücken, aber nicht weil ich seekrank werde, sondern weil ich die ganze Fahrt lang überlegte, ob bei dem Auto welches hinter unserem 900 auf dem Cardeck parkte, die Handbremse auch wirklich angezogen war. Mit jedem Stampfen hörte ich das Aufprallen der Stossstangen … aber zum Glück ist nichts passiert.
Meine Gemütslage sieht derzeit so oder so ähnlich aus. Ich lese die Zeitung oder surfe im Netz, ich plaudere mit Freunden oder rede mit Interessierten und immer gibt es neue Informationen, Ansichten, Ideen, Erfahrungen, Meinungen oder Hinweise. Und im Zentrum immer SAAB! Schön sollte man denken. Deine Automarke immer im Gespräch und Du bist dabei.
Gestern las ich bei “Dagens Industri” von einem Professor der Industrieökonomie: “Es ist wichtig daran zu erinnern, Volvo kann immer noch neue Autos entwickeln; Saab hingegen nur noch Teile von GM-Autos.” Super
…
Heute studierte ich eine Umfrage zum Thema Verstaatlichung der schwedischen Automobilindustrie.
49 % der Schweden sagten auf die Frage, ob der Staat kurzfristig Saab oder Volvo übernehmen sollte “Nein.” Naja …
Auch heute las ich in einem Artikel von Auto Motor und Sport Schweden das Interview mit Richard Johnson (CEO von “Automotive News”). Dort stellte Johnson fest, dass Saab und Volvo von ihren Müttern schlecht behandelt wurden. Weiterhin sagte er, dass Saab im Jahr 1987 (zwei Jahre vor der GM Übernahme) 50.000 Fahrzeuge in den USA verkauft hat. Im Jahr 2007 waren es nur noch 32.711 Fahrzeuge. Warum Volvo derzeit noch besser da steht, begründet er damit, dass Volvo erst seit 1999 zu Ford gehört …
Für Johnson besteht kein Zweifel daran, dass die schwedischen Automobilmarken trotz ihrer “Größe” überleben könnte. Nach zwei Jahrzehnten Autokonsolidierung gibt es keinen Beweis, dass Größe relevant ist. Siehe GM …
Und wieder geht es auf …



