Die Medien sind voll mit der Berichterstattung der Übernahme von Saab durch die Koenigsegg-Gruppe. So informiert die lokale Onlinezeitung ttela.se am umfangreichsten vom “historischen Handschlag”.
Da investieren die drei Gründer (Christian von Koenigsegg, Bard Eker und Augie Fabela) 720 Millionen Euro in die Übernahme von Saab, weisen aber noch auf eine Finanzierungslücke hin; natürlich gibt es noch andere Wege um an weiteres Geld zu kommen. So könnten Venture Capital oder Privat Equity Gesellschaften Geld einbringen. Oder aber zusätzliche Beträge der Eigentümer können dieses Problem lösen.
Saab will in den nächsten drei Jahren vier neue Modelle (9-3X, 9-5, 9-4X und die nächste Generation vom 9-3) auf den Markt bringen. Ziel ist es, durch die schrittweise Anhebung der Produktion im Jahr 2012 in die Gewinnzone zu fahren. Der neue Eigentümer sieht den break-even bereits bei 100.000 verkauften Fahrzeugen erreicht.
Der schwedische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Jöran Hägglund sieht einen ersten wichtigen Schritt, aber es gibt noch viel zu tun. So wird weiteres privates Kapital benötigt, um die Verhandlungen mit der EIB über Darlehen für Projekte zur Entwicklung von sichereren und umweltfreundlicheren Autos erfolgreich zu führen.
Und selbstverständlich gibt es auch von den Saab-Mitarbeitern positive Stimmen zur Übernahme durch Koenigsegg. Jetzt hofft man auf einen schnellen und zügigen Wiederaufbau von Saab und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Rund herum scheinen die positiven Meinungen zum aktuellen Saab-Deal zu dominieren. Obwohl noch Einiges zu tun ist und es noch ein paar (größere) Baustellen gibt, sollte doch jetzt etwas von Aufbruchstimmung zu hören, zu lesen und zu spüren sein. Nach gut sechs Monaten könnte die Ungewissheit ein Ende haben und der Start in eine neue (fast) GM-freie Zeit beginnen.
Ich für meinen Teil hatte heute auch ein positives Saab-Erlebnis. So berichtete ich vor einigen Tagen, dass eines unserer Familienmitglieder etwas schwächelt.
Nach einem Telefonat bei dem “Doc” meines Vertrauens, dem dienstältesten Händler und Servicepartner in zweiter Generation, konnte ich das leichte aber nervige Knacken vom Schiebdach selbst lösen. Vom dem noch vorhandenen akuten und lauten Knarren wurde er heute fast vollständig befreit und das Problem mit seinem “Radio Code” haben wir auch in Angriff genommen. Wenn alles gut lief, war das nur ein “Software-Problem” (ähnlich beim PC). Das Schöne aber daran? Mir wurde schnell und sehr kostengünstig geholfen
. Nochmals meinen Dank an das Team im Tempelhofer Weg 113.